Krankenfahrten

Das Sozialgesetzbuch sieht vor, dass unter bestimmten Umständen Fahrkosten von den Krankenkassen übernommen werden können. Folgendes ist dabei zu beachten:

Stationären Fahrten

= Fahrten bei denen der Patient in der Behandlungsstätte (z. B. Krankenhaus) bleibt

Sie benötigen: eine „Verordnung einer Krankenbeförderung“ – im Volksmund „Transportschein“ genannt. Diesen stellt in der Regel der einweisende Arzt bzw. der Hausarzt aus. Dann werden die Fahrkosten zur nächstgelegenen Behandlungsstätte abzüglich des gesetzlichen Eigenanteils übernommen. Wir rechnen direkt mit Ihrer Krankenkasse ab. Auf besondere Genehmigung durch die Kasse können auch Fahrten zu weiter entfernten Behandlungsstätten übernommen werden.

Ambulanten Fahrten

= Fahrten z. B. zum Arzt mit anschließender Rückfahrt

Sie benötigen: eine „Verordnung einer Krankenbeförderung“ – im Volksmund „Transportschein“ genannt. Diesen stellt in der Regel der einweisende Arzt bzw. der Hausarzt aus. Dann müssen Sie vor Antritt der Fahrt die Fahrkostenübernahme von Ihrer zuständigen Krankenkasse genehmigen lassen. Nach Abzug des gesetzl. Eigenanteils werden alle übrigen Kosten von uns direkt mit Ihrer Krankenkasse abgerechnet.
Grundbedingungen für die Kostenübernahme bei ambulanten Fahrten sind:
– Sie sind im Besitz eines Behindertenausweises mit dem Vermerk aG, H oder Bl oder
– Sie haben Pflegegrad 3, 4 oder 5
Als Ausnahme zu den o. g. Kriterien gilt:
– Die Fahrten finden über einen bestimmten Zeitraum regelmäßig statt sog. Serienfahrten z. B. Dialyse, Strahlen- oder Chemotherapie, AHB (Anschlussheilbehandlung)

Soweit Sie nicht im Besitz eines Befreiungsausweises sind müssen Sie sich an den Fahrkosten mit 10% (mindestens 5,00 €, höchstens 10,00 €) je Fahrt beteiligen. Auch hier ist es ratsam, sich vorher mit der Krankenkasse zu besprechen.
Bei anerkannten Betriebs- und Wegeunfällen können wir immer direkt mit dem Versicherungsträger (BG) abrechnen. Hier fällt auch kein Eigenanteil an.
Grundsätzlich führen wir auch Fahrten von oder zu einer Kur, Reha oder AHB durch. Auch hier muss die Kostenübernahme vor Antritt der Fahrt mit dem entsprechenden Kostenträger abgeklärt werden.

Sie sind auf einen Rollstuhl angewiesen?
Mit unseren beiden speziell umgebauten Rollstuhlfahrzeugen können Sie während der Fahrt in Ihrem Rollstuhl sitzen bleiben. Alle Vorrichtungen wurden von einer Spezialfirma eingebaut und werden jährlich auf Sicherheit geprüft. Unser geschultes Personal fährt Sie mit dem Rollstuhl auf einer ausklappbaren Rampe in das Fahrzeug. Anschließend wird Ihr Rollstuhl mit speziellen Verankerungen an einer Bodenschiene befestigt. Der Fahrgast wird zusätzlich – wie auf dem Autositz – mit einem Schulter- und einem Beckengurt gesichert. Über 1 Stufe kann Sie der Fahrer gerne alleine befördern. Ab 2 Stufen nur mit einer zweiten, kräftigen Person. Gegen einen geringen Aufpreis (5,00 €) bringen wir flexible Auffahrschienen mit, die zur Überwindung einiger Treppenstufen (Treppenabsatz an Eingangstür oder Hausflur) geeignet sind.

Wir können alle Kundenwünsche stets zu Ihrer Zufriedenheit ausführen getreu unserem Motto:

Schnell! Pünktlich! Zuverlässig!